Müde Augen bei Bildschirmarbeit

Viele Menschen sitzen den ganzen Tag vor dem Bildschirm. Abends fühlen sich die Augen dann oft müde oder trocken an.

Kurz gesagt

Dieser Text zeigt, wie du Arbeitsplatz und Pausen so gestaltest, dass es sich angenehmer anfühlt. Er richtet sich an alle, die im Büro oder im Homeoffice viel am Bildschirm arbeiten.

Das sagt die Wissenschaft

  • Der Berufsverband der Augenärzte nennt 50 bis 80 Zentimeter als passenden Abstand zwischen Auge und Bildschirm. [1]

    Belegstärke: begrenzt belegt

  • Der Monitor sollte quer zu Fenster und Deckenbeleuchtung stehen. Indirektes Licht kann Spiegelungen auf dem Bildschirm verursachen. [1]

    Belegstärke: begrenzt belegt

  • Am Computer blinzeln Menschen laut AAO nur etwa 5- bis 7-mal pro Minute, sonst rund 15-mal. Bewusstes Blinzeln hält die Augenoberfläche feucht. [6]

    Belegstärke: begrenzt belegt

  • Die 20-20-20-Regel ist eine Faustregel der Fachgesellschaft: alle 20 Minuten 20 Sekunden lang auf etwas in mindestens 6 Metern Entfernung schauen. [2]

    Belegstärke: begrenzt belegt

  • Für Blaulichtfilter-Brillen gibt es keine ausreichenden Belege, dass sie bei der Arbeit am Rechner helfen. Die American Academy of Ophthalmology empfiehlt sie dafür nicht. [3]

    Belegstärke: gut belegt

Das kannst du tun

Kleine Pausen einplanen

Eine bekannte Faustregel ist die 20-20-20-Regel. Schau alle 20 Minuten für mindestens 20 Sekunden auf etwas, das mindestens 6 Meter entfernt ist.

Ein Blick aus dem Fenster auf etwas Entferntes passt dafür gut. Viele finden einen Timer am Rechner oder Handy als Erinnerung praktisch.

  • Stelle dir einen wiederkehrenden Erinnerungston ein.
  • Nutze Telefonate, um aufzustehen und aus dem Fenster zu schauen.
  • Verbinde die Pause mit etwas Bewegung, zum Beispiel einem Glas Wasser.

Den Arbeitsplatz einrichten

Der Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte nennt einen Abstand von 50 bis 80 Zentimetern zwischen Auge und Bildschirm.

Stelle den Bildschirm quer zum Fenster und zur Deckenbeleuchtung. So gibt es weniger Spiegelungen auf der Oberfläche. Auch indirektes Licht kann Spiegelungen verursachen.

Richte den Monitor so aus, dass dein Blick leicht nach unten geht. Stimme die Bildschirmhelligkeit auf das Umgebungslicht ab. Beides empfiehlt die American Academy of Ophthalmology.

Brille und Blaulicht

Eine genau angepasste Brille oder passende Kontaktlinsen können die Arbeit am Bildschirm oft erleichtern. Es gibt auch spezielle Arbeitsplatzbrillen. Eine Entspiegelung der Gläser wird empfohlen.

Spezielle Blaulichtfilter-Brillen empfiehlt die American Academy of Ophthalmology für die Arbeit am Rechner nicht, weil es keine ausreichenden Belege für ihren Nutzen gibt. Pausen und ein gut eingerichteter Arbeitsplatz sind das, was Fachgesellschaften empfehlen.

Wann zur Augenärztin oder zum Augenarzt?

Halten die Beschwerden an, obwohl du den Arbeitsplatz angepasst hast, kann die Augenarztpraxis weiterhelfen. Die Dringlichkeit ordnen wir nach den Fachquellen (NHS England, AAO) ein; die Rufnummern gelten für Deutschland: Notruf 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.

  • Du bemerkst Veränderungen beim Sehen, etwa wellige Linien, Lichtblitze oder Sehverlust: Hol dir sofort Hilfe (Notfall: Notaufnahme oder Notruf 112).
  • Du siehst plötzlich doppelt oder hast Augenschmerz mit Doppelbildern: Bitte zeitnah um einen dringenden Arzttermin.
  • Du hast starke Kopfschmerzen oder eine erweiterte Pupille zusammen mit verschwommenem oder doppeltem Sehen: Hol dir sofort Hilfe (Notfall: Notaufnahme oder Notruf 112).

Dieser Text informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Hilfsmittel, die dabei praktisch sein können

Passend sind Hilfsmittel ohne Arzneimittel: Brillen und Zubehör für den Arbeitsplatz oder Produkte rund um Bildschirm und Licht. Wichtiger als jedes Produkt sind meist die Gewohnheiten oben.

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